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Skifahren lernen ist „kinderleicht“ - mit der richtigen Ausrüstung

Die „Erfolgs-Skilänge“ für Kinder

von Reinhard Bräuer

Die richtige Ausrüstung ist für den Lernerfolg und den Spaß ganz wesentlich. Und das fängt mit der richtigen Skilänge an. Wie oft beobachtet man an den ersten Skitagen, wie sich Kinder z. T. quälen und Misserfolg ernten. Das muss nicht sein!

Zum einem sind evtl. die Ski nicht richtig gepflegt worden oder die Ski werden meist einfach zu lang gewählt. Mit zu langen „Latten“ dreht der Ski einfach schwieriger in der Kurve. Die Folge ist oft unkontrolliertes Fahren mit zu vielen Stürzen. Der Misserfolg hemmt die möglichen Fortschritte zusätzlich. Viele Eltern, die Ski kaufen, orientieren sich bei der Auswahl der Skilänge auf die nächsten Wachstumsjahre – sie kaufen auf Vorrat! D. h. der Ski funktioniert erst nach erfolgtem Körperwachstum, nach 1 oder 2 Jahren erst richtig gut. Dabei muss gerade bei Anfängern der erste Ski der genau richtige Ski sein! Kinderski sollten daher eher ausgeliehen werden. Bei einer guten Ausleihe kann die Skilänge jedes Jahr optimal angepasst werden.

Die heutigen kurzen Kindercarver ermöglichen ein frappierend schnelles Lerntempo. Auch weniger bewegungsbegabte Kinder lernen heute problemlos und überspringen in wenigen Tagen oft mehrere Lernstufen. Dabei gilt: umso kürzer desto leichter gelingt das Kurvenfahren. Und Kinder haben mit dem „Servo-Lenkungseffekt“ der taillierten Ski viel mehr Vergnügen ihrem Wintersport nachzugeben, wenn sie die beste Ausrüstung haben!

Unsere Skilängenempfehlung für Kinder (bis ca. 13 Jahre)

Absolute Anfänger:

ca. Achselhöhe, ab 70 cm (die Minicarver) für die Kleinsten aufwärts

je nach Körpergröße (siehe unten: „Die richtige Skilänge für Anfänger“)

Fortgeschrittene:

Ungefähr Schulterhöhe

Für sportliche Fahrer:

die maximale Länge geht bis zur Nase

Achtung: Für fast ausgewachsene Jugendliche und Erwachsene gilt diese Empfehlung nicht. Für Erwachsenen - Ski ist die Funktions-Skilänge abhängig vom Anwendungsgebiet (vgl. Tipps für Skilängen von Erwachsenen) und wird nur gering von der Größe und vom Gewicht (10 bis max. 15 cm) der Person beeinflusst.

Übrigens – Tipp für Erwachsene: Die Slalomfahrer im Weltcup fahren natürlich ihre Erfolgslänge. Egal ob groß oder klein, ob schwer oder leicht, ob Sieger oder Verlierer. Die Herren fahren eine Länge von 165 cm, die Damen nutzen die Länge von 155 cm! Im Slalomrennen werden Geschwindigkeiten von bis zu 60 / 70 Kmh gefahren.

Schlussfolgerung: Der „Normalskifahrer“ benötigt keine längeren Pistenski als die Rennfahrer!

Unsere SPORTS-Erfolgsmethode für Anfänger und Wieder-Einsteiger

Kinderleicht Skifahren lernen – das funktioniert ganz schnell, sicher und mit viel Spaß mit möglichst kurzen Skiern. In unseren Skikursen nutzen wir optimale kurze Kinderski-Carver, Shorties und Lerncarver:

Die richtige Skilänge für Anfänger
Kinder bis ca. 6 Jahre:

Kinderski–Carver, ca. Achselhöhe = höchstens 70 cm – 90 cm

Lernweg: spielen in der Lernarena, über den Bremspflug zum Pflugschwung, talentierte Sechsjährige können auch den direkten Weg („Inliner-Methode“) nutzen, beim „zweiten Kurs“ im Folgejahr kann der Ski ca. 10 cm länger sein

„SPORTS - Inliner–Methode“ – mit kurzen Kinderski oder Shorties
Ab ca. 7/8 Jahre:

Kinderski–Carver, ca. Achselhöhe = maximal 100 cm - 110 cm

Wir nutzen die „Inliner – Methode“, der einfache Weg ohne Pflugschwung direkt zum parallelen Skifahren, nach 3-5 Tagen Skifahrerfahrung kann auf einen 120er gewechselt werden
Ältere Kinder / Jugendliche und Erwachsene ab ca. 11 Jahre mit einer Körpergröße ab 150 cm und 35 kg Gewicht:

Die fast ausgewachsenen Jugendlichen und die Erwachsenen fahren die ersten Tage auf den breiteren Shorties (99 cm). Wir empfehlen unbedingt, nur Shorties mit einer Sicherheitsbindung einzusetzen, auch wenn die Bügelbindungen grundsätzlich ab der Körpergröße von 150 cm erlaubt sind!
Lernweg: „SPORTS - Inliner – Methode“

Auf den Shorties wird innerhalb von „Minuten“ die richtige Position, eine mittlere Gleichgewichtsposition eingenommen. Nach zwei oder drei Tagen kann ein Wechsel auf einen längeren Ski erfolgen: Lerncarver, stark tailliert, ca. 130 cm bis 140 cm / max. 150er für sehr große, kräftige und schwere Fahrer/Erwachsene (z. B. der Big Easy von Head). Wenn es „wirtschaftlich“ möglich ist, sind an dem Tag nach dem Wechsel vom Shortie Zwischengrößen sinnvoll (Lernprinzip mit ansteigenden Skilängen).

Solange der Skischüler nicht zu schnell wird und evtl. nicht schon größere Schussfahrten wagen möchte, kann er in der ersten Woche auch auf dem Shortie bleiben. Hauptsache es macht Spaß!

„Skifahren wie auf Inlinern“ - Skifahren lernen in nur 2 - 4 Stunden!

Innerhalb ganz kurzer Zeit erlernt jedes Kind, jeder Erwachsene das Skifahren kinderleicht. Die Skifahrbewegung ist so ähnlich wie beim Inlinern. Jeder Schwung wird mit einem Schritt / einer Diagonalbewegung eingeleitet. Anschließend nimmt der Körper eine leichte Kurvenlage ein. Mit der richtigen Methodik bewältigen die Kids schon nach 2-3 Stunden die Abfahrten an den leichten Hängen der Anfängerlifte. Spätestens nach vier Stunden ist man Skifahrer und kein Anfänger! Nach zwei oder drei Skitagen kann dann auf einen längeren Ski gewechselt werden.

Der große Vorteil:

Dieser direkte Lernweg vermeidet das Lernen über das Pflugschwingen. Eine zu große Betonung des Pflugschwingens führt zum Rutschen. Das bremsende Fahren wird eingeübt. Oft stellt sich eine Dauerrücklage ein. Die eingewöhnte Rücklageposition ist nur schwer aufzubrechen!

Die Inliner – Methode mit dem kürzeren Ski führt direkt zum parallelen Schwingen. Mit geschnittenen Kurven kommt man mehr zu einem gefahrloseren und gleitenden Fahren. Die Eigenschaften der taillierten Ski werden genutzt – man „carvt“! Die mittlere Position über dem Ski stellt sich sofort ein. Eine Rücklage auf dem Shortie ist nicht möglich, da man sofort stürzen würde.

Fazit für den Kinderskilauf:

Für jedes Alter, für jede Körpergröße und für jede Könnensstufe wird die richtige Skilänge benötigt.
Der richtige Skistock

Längenempfehlung: Stöcke normal an den Griffen anfassen, der Unterarm sollte dann waagrecht zum Boden stehen.

Nie ohne Helm fahren!

Der Kinder-Skihelm ist „Gott sei Dank“ Trendsetter! Die Extremfahrer haben es uns vorgemacht. Auch Kinderköpfe müssen selbstverständlich geschützt werden. Helme bieten einen erheblichen Schutz für den Kinderkopf und vor schweren Schädelverletzungen. Aber auch viele Gesichtsverletzungen sind damit vermeidbar. Die meisten schweren Unfälle passieren durch Zusammenstöße! Achtung: Fahrradhelme sind beim Skifahren gefährlich. Sie sind im Nackenbereich nicht eng genug abgeschlossen – ein „Aufhängen“ ist möglich!

Gilt auch für Erwachsene

Auch wenn Erwachsene eine stärkere Halsmuskulatur haben. Die Geschwindigkeit beim Skifahren ist erheblich. Schon bei kleineren Schussfahrten erreicht man schnell 40 / 60 Stundenkilometer. Würden Sie bei diesem Tempo ohne Helm Mofa fahren?

18.10.14
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