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Skitechnik - Skifahrweisen

Die Skitechnik vom Ski her gedacht

(von Dr. Walter Kuchler)

Theoretisch gesehen kann man als große Wende in der Betrachtung der Skitechnik ansehen, dass man  Grundeigenschaften des Ski, die eine Rolle spielen:

  • der Radius
  • der Taillierungsverlauf
  • die Auslegung der Biegesteifigkeit
  • die Auslegungen der Torsionssteifigkeit
  • das Schwingungs- und Dämpfungsverhalten


Radius, Flex und Aufkantwinkel (Dreisatz des Carvens) formen einen SchwungBeispiel: Ein Schwung mit 15 Meter Weite braucht:

  • Ski mit 10 m Radius + mäßigen Flexdruck + geringen Aufkantwinkel - oder
  • Ski mit 15 m Radius + mittleren Flexdruck + mittleren Aufkantwinkel- oder
  • Ski mit 20 m Radius + starken Flexdruck + starken Aufkantwinkel.


Generelle Fahreigenschaften des Ski (aus der Testkarte des SkiMagazins):

  • seine Autokinetik
    - Kurvenanschnitt mehr direkt oder mehr passiv
    - Selbstführung in der Kurve eher stark oder eher schwach
    - Laufruhe / Stabilität sehr spurtreu oder etwas unruhig
    - Vitalität / Spritzigkeit ziemlich hoch oder ziemlich gering
  • das Handling
    - Radiuswechsel eher flexibel oder eher statisch
    - Kantenwechsel eher leicht oder eher aufwändig


Besondere Aktionsmöglichkeiten des Carvingski

  • Rebound zum Schwung- und Kantenwechsel
  • scharfe Anschnitte mit einer breiten Schaufel
  • Belastungstaktik entlang der Taillierung
  • Rebound zum Beschleunigen beim Carvewedeln
  • Jet aus dem Skiende zur Beschleunigung

Die Skitechnik vom Fahrer her gesehen

(von Dr. Walter Kuchler)

Individuelle Voraussetzungen, die in die Fahrweise eingehen

  • motorische Intelligenz
  • motorisches Temperament
  • anatomisch-physiologische Vorgaben
  • Geschicklichkeit, Kraft, Schnelligkeit, Ausdauer


Intentionen, die eine Skitechnik formen und verändern:

  • bevorzugt funktionell fahren
  • bevorzugt ökonomisch fahren
  • bevorzugt schnell fahren
  • bevorzugt spielerisch fahren
  • bevorzugt raffiniert fahren


Einflussmöglichkeiten des Fahrers liegen in:

  • Belastungen mehr Außenski, mehr beide Ski, mehr Innenski
  • Zeitpunkt des Schritt- und Skiwechsels
  • Zeitpunkt und Steuerung des Aufkantwinkels
  • Ansatzpunkt und Zeitmoment des Flexdruckes
  • Belastungsspiel auf der Taillierungskurve
  • Drehimpulse aus der Bein- und Körperarbeit


Erlernen und Anwenden bestimmter Fahrweisen wie:

  • Racecarven – Fahren wie die Rennläufer
  • Snowcarven – Fahren wie die Snowboarder
  • Skatecarven – Fahren wie die Skater


Auswählen und Anwenden bestimmter Schwungformen wie:

  • Kippcarver – über den Talski kippen wie die Wiener Modelle
  • Wellencarver – Hochziehen und wieder Hinabtauchen in den Hang
  • Wedelcarver – Kurzschwünge beschleunigend
  • Stepcarver – innen Anschneiden, nach der Falllinie auf den Außenski umsteigen
  • Handcarven – mit der Innenhand im Schnee mitfahren
26.04.12
SPORTS-Ausbildertreffen

von Freitag, 14.12. – Sonntag, 16.12.2012in Langewiese (Sauerland) im Jugendgästehaus des TUS...

 
 

Verbandsmeeting 2008

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