Iländerhöhe 21
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Ski-Plustest
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Atomic SL 10
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Meine Erfahrungswerte und dabei ausgelöste Überlegungen
Auf Trainingsfahrten mit diesem Ski habe ich festgehalten:
1. Schaufelzugriff recht moderat.
Ich meine damit den Fall, wenn man den Radius bewusst überspielen will und extrem kurze Kurven oder Spezialtechniken wie progressives Handcarven und Bodycarven realisieren will. Auch den Fall des Innen-Anschneidens.Reflexion: Wer behauptet, dass man beim Carven den Ski immer mittig belasten muss und das man immer eine neutrale Körperlage einnehmen soll, ist ein Langweiler. Er hat sich noch nie wirklich den Kopf über den Carvingski und die damit neu erschlossenen Möglichkeiten einer vielfältigen Technik, den Freiheitsgraden einer sehr individuellen und persönlichen Technik gemacht. Carvend fahren heißt immer auch phantasievoll, abwechslungsreich und sogar kreativ fahren.
2. Schwungeinleitung allgemein:
Dieser SL bietet seinen Zugriff über den Druck und Flex von Vorderski und Skimitte. Besonders auffällig verläuft dabei der Kantenwechsel sehr schnell.
Reflexion: Wir tun uns noch schwer in der Terminologie der Skiteile/Skiabschnitte. Was liegt zwischen Schaufel und Skimitte? Was zwischen Skimitte und Ski-Ende? Ich spreche von diesen Abschnitten gerne von der vorderen und von der hinteren Skiflanke.
3. Schwungsteuerung Durchzug
Vielleicht liegt hier die eigentliche besondere Note, der herausragende Punkt dieses Ski: Er bietet einfach eine hohe Autokinetik. Er zieht, wenn er einmal im Schwung ist, selbsttätig und selbständig durch. Früher hätte man von einer treuen Spurführung gesprochen.
Reflexion: Die alte Einteilung der Schwungphasen in Vorbereitungs-, Ausl�se- und Steuerphase passt nicht mehr. Fr�h hat das z.B. die slowenische Skischule mit einem Satz abgetan: "Was ich bisher im Schwung getan habe, muss ich nun vor dem Schwung tun." Deshalb mein Vorschlag: 1. Übergang- oder Auslösephase, Durchzug vor der Falllinie, Durchzug nach der Falllinie, End- oder Übergangsphase.
4. Halt auf glattem abgeschabtem Kunstschnee und auf Eis
Sein "Stehvermögen" zeigte sich auch in dieser Situation. Vielleicht die besten Erfahrungen, die ich überhaupt für solche Verhältnisse mit einem Ski gemacht habe. Er bricht erst aus, wenn andere Ski längst ausgebrochen sind. Aber: Wenn es dann aber schon sein muss, dann geht er völlig kontrolliert über die Kante und fährt nach Abbau der Übergroßen Kurvenkräfte wieder übergangslos ins Gleiten hinein. Also:
- später Abgang über die Kante
- sehr gutes Driftverhalten
- kontrollierte Übergänge vom Schneiden zum Driften und vom Driften zum Schneiden.
Reflexion: Es gibt für mich ein schlechtes und ein gutes Driften. Schlecht ist es, wenn der Ski hinten ausbricht und sich damit gegen die Fahrlinie anstellt. Meist macht der Fahrer dabei auch keine gute Figur. Bei einem guten Driften dagegen, geht der ganze Ski gleichmäßig aus der Spur und hält die Fahrtrichtung bei. Es ist, als ginge er von einer Tangente zur anderen auf einen immer weiteren Kreis.
5. Kurvenansteuern mit moderatem Tempo
So ein Rennski muss sich heute auch die Frage gefallen lassen, ob und wie er auch im moderaten Tempo zu gebrauchen ist. Meine Erfahrungswerte:
- Schon mit wenig Tempo und geringem Aufkantwinkel geht der Ski auf Zug.
Mit zusätzlichem kleinem Flexdruck lassen sich auch auf flachem Hang und mit wenig Tempo schöne Carvingkurven anschneiden und zelebrieren.
Damit ist der Ski auch geeignet für Schulungen.
Reflexion: Skifirmen und Sportartikelhändler hören es nicht gerne, wenn man sagt, dass der Slalomski auch für Anfänger geeignet ist. Grund: Er ist der Ski mit der ausgeprägtesten Autokinetik. Ich würde nur ergänzend raten: Wählen Sie die kürzest angebotene Länge, vielleicht sogar einen Jugendslalom in 140/145 cm Länge, und einen Ski der zweiten Preiskategorie, der immer weicher ausgelegt ist.
6. Flex und Rebound
Ein sehr ausgewogenes Verhältnis! Ich habe den Ski auch an Lehrer ausgeliehen, die sich bisher noch nie auf dieses Spiel bewusst eingelassen hatten. Sie wurden durch den Ski sensibilisiert. Am deutlichsten und eindruckvollsten wurde der snap-back beim Carvewedeln. Sehr schön verlaufen aber auch die Übergänge in den Schwüngen, wenn man am Ende eines Schwunges nochmals leicht auf Zug geht und damit ein zusätzliches Flexen erzielt. Man wird förmlich aus dem Hang hinaus und in den neuen Schwung hinein getragen.
Reflexion: Bewusstes Arbeiten mit Flex und Rebound gehört zur Hohen Schule des Skifahrens. Früher, bei den klassischen Ski, konnten sich nur wenige Skifahrer diese Möglichkeit erschließen. Mit dem stark taillierten Ski ist auch in diesem Punkt alles anders geworden. Versuchen Sie über diesen Weg ihr Können zu steigern. Aber achten Sie darauf, dass Sie einen Flex, eine Durchbiegung, nicht nur über den Druck nach unten erzielen, sondern immer auch über ein gleichzeitiges, zusätzliches Aufkanten.
Fahrempfehlungen
7. Innen-Anschneiden über die vordere Skiflanke
Zurück zum Anfang: Der Schaufelzugriff z.B. für das Innen-Anschneiden ist nicht so direkt wie beispielsweise beim alten SL 9. Als ich versuchte für ein schnelleres Innen-Ansteuern die Bindung vorzuschieben, wurde das Ergebnis nicht besser. Es erwies sich schließlich (wenn man schon so über die Schaufel fahren will) als effektiver, über einen stärkeren Vorlagedruck auf die gesamte Vorderflanke zu agieren.
Reflexion: Was heißt Innen-Anschneiden? Wenn man einen Schwung auf den Innenski, am besten mit besonderem Schaufeldruck über eine Supination des Fußes beginnt, kürzt man die Fahrlinie ab und beschleunigt so im Schwung. Immer ist damit ein besonders frühes Kippen, ein Vorauskippen des Körpers verbunden. Meist geht man dabei sogar eine Gleichgewichtsschuld ein. Aber keine Angst! Der Carverski kommt schnell wieder unter dem Schwerpunkt, er unterfährt uns wieder. Innen-Anschneiden, Kippen, Gleichgewichtsschuld, Beschleunigen im Schwung, Unterfahren - alles Stichwort einer neuen Skitechnik, einer fortgeschrittenen Carvingtechnik. Probieren Sie diese Möglichkeiten!
Walter Kuchler
Februar 2007 -
HEAD Supershape Speed - ein Race-Carver der Neuzeit
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von Karl Seemann
Wissenswertes
Radius 14,5 m bei 163 cm Skilänge
Sandwichbauweise
Allgemeines Wissen über die Eigenschaften eines Racecarvers
Bis ich diesen Ski kennen lernen durfte, war ich ein Freak von Ski, die gut "ums Eck" gehen. "Racecarven" war ein Schimpfwort für mich.
Als Fan des Ur-Supershapes wollte ich es nun wissen, was die neue Variante des Supershapes bringen sollte, und war nur positiv überrascht. Es muss einem jeden Fahrer klar sein, wenn er sich auf den Racecarver wagt, worauf er sich einlässt. Auch die - idealen - Pistenverhältnisse sollte ich bedenken.
Für den Racecarver brauche ich viel Platz und leere Pisten; für die bauartbedingt weiten Kurven sind die Pisten idealer Weise "pickelhart". Der Racecarver ist dann leicht zu fahren, wenn der Speed stimmt. Als Fahrer brauche ich entsprechende "Muckis", um den Racecarver zu bändigen.
Der frühere Racecarver hatte Radien um die 24 m. Umso mehr war ich erstaunt, als ich den Supershape -Speed mit einem Radius unter 15 m unter die Füße bekam. Man sollte bedenken, dass in dieser Größenordnung früher die Fun-Carver lagen.
Fahreindrücke:
Bei besten Voraussetzungen fuhr ich an. Erst zögernd - schließlich setzte ich mich mit der Thematik Racecarver ausgiebig auseinander. Je höher die Geschwindigkeit, umso leichter fühlte ich mich. Ja, bei den weiten Turns gab es das Glücksgefühl des Kurvenschwebens. Nach einigen Schwüngen war ich mit dem Ski eine Einheit. Gefühle kamen auf: "Einmal Bode Miller sein" - sehr schnell sein und trotzdem kontrolliert fahren. Die Wendigkeit bei Kurven erstaunte mich einmal mehr. Das Fahren auf der Kante ist mit dem Ski bei hohen Geschwindigkeiten ein Kinderspiel. Immer auf der Lauer vor Mulden und Unebenheiten, hier war ich vom Ur-Supershape vorgewarnt. Der Rebound, das Rückfedern des Ski, ist ungewöhnlich gut; er kann den Fahrer sogar aus dem "Sattel" oder Spur werfen, wenn man nicht aufpasst. Im langsameren Geschwindigkeitsbereich verlangt der Ski - wie jeder Racecarver - die notwendige Fahrtechnik, um gut um die Kurven zu kommen, oder die notwendige Kraft. Das Fahren im weichen Schnee verlangt großen Respekt, die Kanten beißen sich fest und so kann es passieren, dass der Ski den Fahrer beherrscht und nicht umgekehrt.
Fahrerempfehlungen:
Ich empfehle diesen Ski Fahrern, die über das Anfängerstadium hinaus sind, die ihr Glück in hohen Geschwindigkeiten suchen und dort sicher finden werden .
Ich gratuliere dem Hersteller zu diesem gelungenen Ski. -
Nordica SL PRO - Dobermann
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Ein Ski für 2007/2008
Dr. Walter Kuchler
Gefahrenes Modell:
Länge 155 cm
Maße 120-67-103
Radius 11,5 mErsteindruck
Ein gelungener Ski, der mich schon nach den ersten Schwüngen voll gefangen nimmt. Er kommt meiner Fahrweise entgegen, wie schon lange kein anderer.
Genau richtig für echte Funcarver
Als Fahrer, der gerne den schnellen Schaufelgriff sucht, der kurze Schwünge unter einem Radius von 10 Meter auch noch gerne carvend und nicht rutschend-drehend fährt, der ein Verfechter des Carvewedelns mit Beschleunigungseffekt ist und der zu seinem Tagesprogramm auch ein paar durchgestützte Handcarver und einige Bodycarver zählt, als konsequenter Carver also, habe ich so meine speziellen Ansprüche. Der Dobermann erfüllt sie. Der Dobermann kann erstaunliche Haken schlagen.
Beißt sich fest
Aber der Dobermann beißt, wie ich gerne sage, nicht nur in die Wadl, sondern auch in den Hang. Er beißt sich fest. Er verlässt den einmal eingeschlagenen und gewünschten Kurs nicht. Und wenn - wenn wirklich der Hang steil und der Kunstschnee abgeschabt ist, dann rutscht er kontrolliert. Dort also, wo alle rutschen, rutscht er nicht einfach aus, sondern bleibt in Fahrtrichtung und bringt den Fahrer nicht aus der Fasson. Der bissige Dobermann geht ohne Leine brav bei Fuß.
Schwimmt gut auf
Die gut ausgelegte Schaufel schwimmt auch im Lockerschnee gut auf. Allmountain- oder Crosscharakter muss ich also dem Ski ebenfalls bescheinigen. Wurde der Schnee dazu noch nass, wechselte ich deshalb in alte, klassische Techniken hinein - der Dobermann kann auch Bernhardiner spielen.
Und die Tempofestigkeit?
Eine Frage, die von den Racecarverleuten und den Fahrern mit verlängerten Radien immer wieder gestellt wird. Fast routinemäßig und meist schon verärgert, antworte ich dann: Bis 100 Meter Radius und 100 km/h mache ich und macht dieser Ski mit. Na ja, jedenfalls der Ski. Wann wird die Skiwelt endlich begreifen, dass eine konkrete Kurve nicht nur vom Radius, sondern auch vom Flex, vom Aufkantwinkel, vom Taillierungsverlauf und von den Belastungsverschiebungen abhängt. Und deshalb kann man auch von den meisten SL-Ski sagen, dass sie auch große Kurven fahren und so die einzigen wirklichen Allrounder sind. Jedenfalls läuft der Dobermann auch große Radien und er hielt allen meinen Tempoanforderungen souverän stand. Ein Dobermann, der nicht nur ein Wadlbeißer, sondern auch ein Windhund ist!Leibesvisitation
Erst nach all den guten Eindrücken habe ich mir den Ski genauer angeschaut. Die einfache, nicht aufgemotzte Skispitze fiel mir natürlich schon bei den ersten Schwüngen auf. Ich mag so einfache Lösungen. Einige Ansteher an den Liften, die ja gerne einmal links und rechts auf die Ski schauen, sprachen mich auf das gelungene Design an. Ich nickte. Meist zerbreche ich mir darüber nicht den Kopf. Aber es wird wohl so sein, ein gutes, geglücktes Design. Eine Sache aber fiel mir bei meiner späten Leibesvisitation des Ski auf: Er hat eine Vorspannung wie kein anderer, wie seit Jahren nicht gesehen. Man müsste mit den Konstrukteuren reden, ob sie hier mit einer speziellen Kombination von Vorspannung, Biegesteifigkeit und vielleicht auch Drehsteifigkeit eine besondere Lösung für diesen außerordentlichen Ski gesucht und gefunden haben. Ich vermute es fast. Jedenfalls, wenn man diesen Ski so in der Hand hat und hin und her dreht, dann sieht und weiß man, mit diesem Shape, dieser Schaufel, diesem Design und dieser Vorspannung hat man ein ganz besonderes Instrument in Händen. Selbständig, eigenwillig, unverwechselbar. Ich habe es ohne Zweifel mit einem Rassehund zu tun.Also:
Ein Slalom, der ein Funcarver ist, der ein Racecarver ist, der ein Allrounder ist, der ein Crosscarver ist, ein Ski, der - mich restlos überzeugt.
PS. Auf der Straße fürchte ich einen Dobermann. Auf der Piste bin ich mit ihm ein Herz und eine Seele.Kurvenschneider, Hangaufschlitzer, Kunstschneedompteur, Charakterdarsteller, Windhund - kurzum: ein ganz besonderer und ein ganz besonders sympathischer Ski. Wau!
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NORDICA DOBERMANN SL PRO (Modell 2008)
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Ulli Leifels, Februar 2007
Ein grandioser Ski mit einer sehr ausgeprägten, gut zu beherrschenden Autokinetik. Schon ein leichter Kantenwechsel sorgt dafür, dass man ein rassiges Spurbild in den Schnee zaubert. Auch bei einer sportlichen/aggressiven Fahrweise zeigt sich der Dobermann von seiner besten Seite. Bei hoher Geschwindigkeit zeigt er sich überaus laufruhig und tempohart. Ein lautes Zungenschnalzen läst er aber immer wieder gerade in Kurvenlagen aus. Selbst im Tiefschnee konnte er in einer 158 cm Länge überzeugen (etwas mehr Länge würe aber schon angeraten). Die schon fast ständig zu erfühlende oder eingebaute Kurvenlage dieses Skis lädt zum Hand- oder Bodycarven ein.
Fazit: Wenn er nicht ganz so teuer wäre, würde ich dieses heiße Kurvengerät sofort kaufen!
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ELAN SLX (Modell 2008)
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Ulli Leifels, Februar 2007
Das 2008er Modell zeigt die gewohnten sehr guten Eigenschaften seiner Vorgänger. Nach kurzen Kantenwechseln zeigt er sich in Kurvenlagen sehr laufruhig und präzise. Deutlich erkennbar war für mich, dass kleine Radien von diesem Ski bevorzugt werden. Beeindruckend aber auch bei diesem Ski die toll in den Schnee geschnittenen Radien. Auch bei hohen Geschwindigkeiten zeigt sich der SLX bei guten Pisten als sehr tempofest. Mehr Kraftaufwand war nötig, diesen Ski durch vermüllten Schnee zu führen. Im Tiefschnee konnte ich diesen Ski leider nicht "erfahren", die breite Schaufel verspricht aber viel Gutes.
Fazit: Die gefahrene Länge von 160 cm stand dem Ski gut zu Gesicht. Verbesserungsvorschlag ist: mit einer Bindungsplatte wäre dieser Ski noch deutlich besser und würde für den gewissen Kurventhrill sorgen. -
Supershape von Head - ein SKI PLUS-TEST
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Walter Kuchler
Technischer Befund
Der Ski hat ganz eindeutige Merkmale, die bereits Vieles über seinen Charakter verraten.
Seine Maße: 120-65-105
Sein Radius: 10,0 m
Seine Bauweise: Sandwich mit extrem niedriger Bauhöhe
Biegesteifigkeit: ziemlich weich
Getestete Länge: 155 cmErwartung
Der Ski ist also auf eine extreme Taillierung ausgelegt. Zusammen mit der aufwendigen Sandwichbauweise, der geringen Bauhöhe und der geringen Biegesteifigkeit habe ich auf die Effekte eines guten Funcarvers gehofft. Die Fahrversuche haben dies bestäti
SKI-DIAGNOSE
Pistensituation - Was heißt hier Bandbreite?
Der Ski will dem Hang und dem Schnee schmeicheln. Er schmiegt sich in den Schwung hinein und geht lammfromm von einer Seite auf die andere. Solange der Fahrer das will. Wird der Fahrer aber aggressiv, so lässt sich der Ski nicht lumpen. Im Gegenteil: Jetzt zeigt er seine Zähne. Scharf beißt er in den Hang.ZUG will der Ski zeigen
Er gebärdet sich in jedem Schwung als Tempomacher. Er beschleunigt automatisch.Freies Gelände mit Locker- und Tiefschnee
Der Ski schwimmt auf und macht den Fahrer zum Surfer.Kupiertes Gelände
Der Ski gleitet sanft, schluckt und gleicht aus.Zerfahrene Piste mit Weichschnee
Der Ski ignoriert solche Verhältnisse einfach. Er führt und fährt.Hingerissenes Urteil: Etwas vom Besten seit Beginn der Carvingära!Ein Super AllrounderEin Schmeichler und ein aggressiver Hund zugleichEin Wolf im Schafspelz
Vergleichsski - die Linie der besten Tradition
Der Supershape steht in direkter Tradition zu einigen Kultski der Carvingära. ZumParabolic von Elan von 1991, zum Ergo von Kneissl von 1992, zum XTZ Pro von Kästle aus dem Jahre 1997, zum ATZ-rage von Scott, zum Cyber SPACE BOARD aus dem eigenem Hause (mit Radius 8,5 m) aus dem Jahre 1997, zum 911-er von Atomic aus dem Jahre 1997, zum Metron von Atomic von 2004. Zu Letzterem ist wegen der Aktualität ein entscheidender Unterschied bemerkenswert: Der Supershape kann von unendlicher Sanftheit sein.Und der Supershape bestätigt sie alle und vereinnahmt sie alle!!
SKI-FAHRPLANFast alles ist also im grünen Bereich und beinahe kein Wunsch bleibt offen. Dennoch einige Anregungen und Ratschläge:
Die richtige Länge?
Noch ein bisschen kürzer und der Ski wäre noch ein bisschen interessanter.Einmal ganz sanft werden:
Vielleicht haben uns die Racecarver und die Slaloms das bedächtige, sanfte, langsame Fahren abgewöhnt. Mit dem Supershape kann man wieder zu einem meditativem Fahrer werden.Das andere Extrem - extrem fahren
Grundsätzlich an die Extreme von Fahrtechniken angehen: Der Ski will sich ausleben. Probieren Sie also unbedingt:- den 360-er
- exzessive Aufkantwinkel und Kurvenlagen um die 60-80 Grad
- Hand- und Bodycarven schon bei moderatem Tempo
- in supersteile Hangabschnitte direkt und frech in hineinstechen
Das Handling
sollte man wegen der Breite des Ski agil angehen. Einfach lebendig fahren.Vorsichtig vor dem Ende - der Ski schießt - schießt davon
Sich hüten, zu schnell mit Finaljets zu arbeiten. Der Ski fährt sofort unter dem Körper heraus. Sich an eine Endenbelastung langsam herantasten. Dann aber geht die Post ab.Und lange Schwünge?
Es gilt, was jeder Carver wissen und können sollte - siehe Skilehrplan SPORTS von 1995: Kein Schaufeldruck sondern mittige Belastung, kein frühes und kein gewolltes Flexen, Aufkantwinkel und Hüftcanting gering halten, beide Ski belasten und in der Grenzsituation sogar mit den Beinen und Füßen gegendrücken.Was einem beim Fahren mit dem Supershape durch den Kopf geht:
Fahrer aggressiv - Ski aggressiv. Fahrer sanft - Ski sanft.
Der Ski bleibt immer auf ZUG.
Er ist ein Tempomacher.
Ritt auf dem Ski-Ende: Die Post geht ab.
Aber auch: Da kann man zu einem meditativem Fahrer werden. -
Der IZOR von Atomic (159 cm) - ein SKI PLUSTEST
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Alfred Grüneklee
Der Band "Ski progressiv" setzt sich ausführlich mit dem leidigen Problem auseinander, das die Skimethodik bisher hilflos verschwieg, welche Folgen es für die Verwirklichung von Fahrweisen und für den Unterricht haben muss, wenn Lehrer und Schüler verschiedene Ski haben. Am Beispiel eines Allroundcarvers und seiner Eigenschaften versuche ich darzulegen, dass man nicht nur wissen sollte, wie ein Ski ist, sondern auch, was man daraus machen sollte und müsste.
1. SKI-DIAGNOSE - Ergebnisse von Fahrversuchen
Fahrtechnik Carven
- Autokinetik setzt voll erst bei mittleren und längeren Schwüngen ein
- Geringe Neigung für ein offensives oder gar aggressives Anschneiden der Schwünge
- Carverzug wird bei flotter Fahrt immer besser
- Sehr guter Grip auf glatter Piste und auf glattem Kunstschnee
- Ziemlich tempofest
Fahrtechnik klassisch- Sehr gute Umsetzung von geschlossener Fahrweise, Außenskibelastung und Beinedrehen
- Schlängelt leicht den Hang hinab. Ein guter Wedelski im klassischem Sinne.
- Besonders positiv auffällig ist seine Unbekümmertheit im zerspurtem Schnee
Im Lockerschnee- Gutmütig, fehlerverzeihend
- Kaum von zerfahrenem, aufgehäufelten Schnee irritiert
- Insgesamt gute Eignung für Lockerschnee
Im Tiefschnee- Beinahe blind kann man in jeden Hang hineinstechen
- Beste Tiefschnee-Eignung
Leichte Buckel und Querzüge auf der Piste- Sehr leichte Handhabung
- Vermutlich auch bei ausgeprägten Buckeln leicht zu fahren
Ein Allroundcarver
Insgesamt gebärdet sich der IZOR als ein Allroundcarver. Dabei liegen seine Stärken in der Tempofestigkeit, in bester Haltekraft und im breitem Anwendungsspektrum. Er steht auf der Piste dem Racecarver näher als einem Funcarver oder Slalomski. Im Tiefschnee tendiert er zu einem Freeride-Ski.2. "SKI-FAHRPLAN" - Unterrichtsempfehlungen für diesen Ski
Der Schüler soll wissen, wann und wo er mit seinen Ski Vor- oder Nachteile hat. Kann er die charakteristische Auslegung und Schwächen seines Ski kompensieren?. Wann und wo werden seine Fahrversuche vom Lehrervorbild abweichen, weil er einen anderen Ski hat?
Am Beispiel des IZORBogentreten / Schlittschuhschritt beim IZOR mehr klassisch:
Lehrer soll kontrastierend: die Mïöglichkeit mit und ohne Schaufelgriff demonstrieren- Beim IZOR wenig Griff und Rebound über die Schaufel, deshalb Mittenflex suchen
- Oder dem IZOR mit stark übertriebener Vorlage Schaufeldruck geben
Racecarven Fahren mit Stöcken wie die Rennfahrer:
Das kompensatorische Zusammenspiel von Taillierung und Flex bewusst machen und zu einem bewussterem Flexen erziehen. Die Vorteile des sicheren Griffs und problemlosen Gleitens des IZORS bewusst machen, aber:- Anschneiden über die Schaufel erfordert hier energische Belastungsverschiebungen
- Für sehr kurze Schwünge und Wedeln die Driftanteile des Ski bewusst angestreben.
Snowcarven - Fahren ohne Stöcke wie die Snowboarder:
Lehrer soll kontrastierend demonstrieren: mit und ohne Schaufelgriff- Die Schwächen des IZORS im Anschnitt muss man sich eingestehen und muss man hinnehmen
- Alle Schwungauslösungen müssen mit energischem Flex angestrebt werden.
- Für höhere Aufkantwinkel und extremere Kurvenlagen muss mehr Tempo einkalkuliert werden
- Für das Hand- und Bodycarven muss man sich mit Schneekontakten erst in der späten Steuerphase zufrieden geben
Skatecarven:
Lehrer soll kontrastierend demonstrieren: mit und ohne Schaufelgriff- Die Schwächen im Anschnitt bei Ski wie dem IZOR muss man sich eingestehen
- Für den Anschnitt auf dem Innenski muss ein noch energischeres Flexen des Vorderski anstrebt werden.
- Versuchsweise kann kompensatorisch die Fußsohlenarbeit mit dem Kleinzehengriff sehr akzentuiert angegangen werden. Impulsartige Belastung versuchen.
- Vielleicht sollte man bei Ski dieser Art auf das Skatecarven ganz verzichten.
Fahren auf harten, glatten Untergründen:- Auffordern, den guten Grip, wie ihn der IZOR hat, einfach zu genießen
- Vergleichende Beobachtungen mit den Ski anderer Fahrer machen
Fahren im Locker- und Tiefschnee- Animieren, einfach frech heranzugehen, damit der IZOR zeigt, was er kann.
- Nicht nur an der Falllinie bleiben, sondern weit ausgreifen
- Vergleichende Beobachtungen mit den Ski anderer Fahrer machen
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ELAN Fusion Pro SX - ein SKI PLUS-TEST
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Walter Kuchler
Technischer Befund
Seine Maße: 114-66-104
Sein Radius: 11,7 m
Seine Bauweise: Laminierter Sandwich Holzkern mit Dual-Titanium-Einlagen
Bindungssystem: FUSION-PRO-System (hinteres Bindungselement fest verschraubt)
Getestete Länge: 160 mMeine Erwartungen
In den Vorjahren bin ich den ELAN SLX mit einer herkömmlich montierten Bindung gefahren und war verwöhnt. Die Maße 112-63-102 bei einer Länge von 162 cm haben mir ein Gefühl von spielerischer Leichtigkeit, Wendigkeit und Spritzigkeit vermittelt sowie die Gewissheit gegeben, mich auf diesen Ski verlassen zu können.SKI-DIAGNOSE
Pistensituation
Die Taillierungsmaße spielen auch bei diesem Ski ihre charakteristischen Eigenschaften aus: Hohe Selbststeuerung, die den Ski wohlwollend kurvengierig agieren lässt. Dieses Gefühl, "auf einer Schiene zu gleiten" stellt sich ein. Dazu kommt noch dieser leichte Kantenwechsel. Ein Ski für kurze, aber auch mittlere Radien. Man kann mit ihm spielen, Radienwechsel mit einem schnellen und einem ruhigerem Kantenwechsel, selbst bei unterschiedlichen Geschwindigkeiten ist der Ski leicht zu fahren. Eine kleine Anmerkung sei aber erlaubt: Die 63er-Mitte hat mich noch stärker beeindruckt. Der Ski wirkte noch agiler und wendiger. Und trotz dieser sportlichen Note war er ebenfalls ruhiger fahrbar.
Daneben fällt noch seine hohe Laufruhe auf. Das ist schon erstaunlich bei diesen Maßen und dem Skiflex.Das Bindungssystem
Die fixierte Ferse erfüllt ihre gewollte Funktion: Sie versteift den Ski und lässt es zum Schwungende noch einmal merklich beschleunigen. Das macht den Ski sportlicher. Man muss sich darauf einstellen und mit der Körperlage seinen Fahrmotiven entsprechend regulierend agieren.Außerhalb der Piste
Ganz eindeutig, hier hat der Ski seine Grenzen gegenüber den "breiteren" Kategorien, aber diese Tatsache muss dem Benutzer bewusst sein. Aber, unmöglich ist die Nutzung nicht; es ist nur ein wenig aufwendiger. Ich möchte aber fairerweise darauf hinweisen, obwohl mir viele etwas anderes einreden wollen (müssen?), dass ich überwiegend auf der Piste fahre. Bin ich deshalb nicht "in" oder "breitbandig"? Damit können mein Ski und ich gut leben!Die Skilänge
160 cm Skilänge und auch die 155er-Variante halte ich für ideal.Mein Urteil:
Ein Ski, den ich auch einem nicht so sportlich ambitionierten Skifahrer empfehlen kann, die "Mitte" hilft; vielleicht mit einer FUSION-Performance montiert Für den Kurven-Liebhaber, der jede Kurve neu erleben möchte, ist diese Erlebniswelt garantiert! -
K2 MACH SL race 155 cm in Sandwich - Ein Ski PlusTest
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Walter Kuchler
2002 stellte K2 einen stark taillierten Slalomski mit einer für K2 ungewöhnlichen Bauweise vor. Im Skitest spaltete der Ski die Geister. Ein Befund, mit dem ich ganz und gar nicht einverstanden war und einverstanden bin.
Ausnahmsweise baute K2 einen Ski in Sandwichbauweise. Wie auf einem Sandwichbrot werden dabei Schicht auf Schicht in die Form gelegt und miteinander verleimt und verpresst. Ein Verfahren, das immer noch als das aufwendigste gilt und das eine sportliche Fahrweise garantiert.
DIAGNOSE
Form und Bauweise stechen sofort ins Auge. Nimmt man den Ski in die Hand, dreht ihn hin und her, dann ist man fast erschrocken, wie dünn der Ski gebaut, geschichtet ist. Drückt und biegt man ihn, dann ist man weiter überrascht: Der Ski ist streng und steif.
Bei diesen Gegebenheiten - kleiner Radius, konsequente Sandwichbauweise, hohe Biegesteifigkeit - weiß jeder erfahrene Skiläufer sofort: Der Ski wird auf der Piste stehen wie eine Eins. Vielleicht ist mit ihm auch nicht zu spaßen.
Die Vorahnungen und Erwartungen bestätigen sich beim ersten Schwung. Scharfes, spurtreues Carven mit sicherer Abstützung der Kurvenlage wird geboten. Eine erste Nachfrage nach dem Rebound, ein erstes Versuchen mit bewusstem Flex und Rückprall zu arbeiten, versprechen, dass die Vitalität dieses Ski den Fahrer herausfordern wird. So läuft es dann auch. Schon die zweite Abfahrt wird zu einem wilden Ritt.
Meine ersten Fahrten gingen über harte, fast eisige Hänge. Ich erlebte den Ski, wie er sich einkrallte, trotzdem aber sauber gleitend dahinzog. Ich sagte mir, er ist wie ein Skalpell, das den Hang aufschlitzt. Er schnitt die Schwünge unbekümmert an und zog sie wie auf Schienen durch. Verständlich, dass ich ohne Einschränkung begeistert war?
K2 Mach SL race Sandwich - ein klar definierter Carvingski - einer der Besten!
Eine gewisse Ernüchterung kam und einen kleinen Dämpfer bekam meine Begeisterung, als ich meine Begeisterung mit den Kollegen austauschen wollte. "Dieser Ski ist zu radikal. Keine Allroundeigenschaften." Was für ein engstirniges Urteil! Da macht ein Ski, was er machen sollte, und man hält ihm dies als Fehler vor!
FAHRPLAN
Ich bin der Ansicht, dass ein Ski, der eindeutig ausgelegt ist, noch lange nicht einseitig sein muss und nur begrenzte Anwendung hat. Ich meine, der Mach SL race ist dafür ein gutes Studienobjekt. Und ich möchte an meinen sog. Dreisatz des Carvens" erinnert, der besagt, dass eine konkrete Carvingkurve durch die drei Elemente Radius-Flex-Aufkantwinkel zustande kommt. Vielleicht sollte man auch noch das Wissen dazu nehmen, wie durch Belastungsveränderungen vor-mittig-rückwärts Ski unter- oder übersteuern können.
Also: Wenn ich bei meinem Mach SL die Belastung mehr mittig oder gar rückwärts suche, wird sich die Kurve öffnen. Den gleichen Effekt erreiche ich, wenn ich den Aufkantwinkel nicht forciere. Ich habe keine Schwierigkeiten so Schwünge im RS- oder gar Super-G-Bereich zu ziehen.
Und Tiefschnee? Der strenge Ski braucht hier zwei Einstellungen des Fahrers: Einmal sollte man wirklich die beidbeinige Beastung anstreben, dann aber muss in jedem Fall ein mittige bis rückwärtige Skibelastung erzielt werden, damit der Ski nicht abtaucht.
Und Rutschen und Driften? Wie immer wie allen Carvingski gilt: Auch mit ihnen kann problemlos gerutscht und gedriftet werden. Einzige Voraussetzung: Den Aufkantwinkel gering halten.
Ich habe meinen K2 Mach SL race einige Male ausgeliehen, dazu aber auch immer die Anweisung gegeben: "Lass' dich von diesem Ski erziehen, erziehen zu einem vielseitigen, präzisen Carver."
Alle Slalomski besitzen Allroundeigenschaften.
Aber nicht alle Allrounder haben Slalomeignung. -
Kneissl Red Star SL - ein Ski PlusTest
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Walter Kuchler
DIAGNOSE
Dem Namen nach knöpft dieser Ski an eine große Tradition Kneissls in den 1970-er Jahren an. Wird er dem legendären Ruf auch gerecht?
Rätlich und unaufgeregt lag dieser Ski vor mir im Schnee. Unaufgeregt verliefen auch die ersten Schwünge. Alles ging einfach. Vielleicht zu einfach? Also Versuche mit mehr Kurvenlage. Versuche mit einem einleitendem Schaufeldruck, einer Initialzündung also. Versuche mit bewusstem Flexen. Ergebnisse: Der Ski macht mit, macht alles mit. Er will, dass man ihm sagt, was ermachen soll. Brav, gehorsam und gutmütig zieht er dann die vom Fahrer projektierte Bahn. Auf moderate wie auch aggressive Befehle springt er an.
Auch die Variationen der Kurven nach Tempo und Weite sind für den Red Star kein Problem. Er lässt sich langsam wie schnell präzise steuern. Damit empfiehlt er sich auch als ausgesprochener Skilehrerski. Im Weichschnee gehört er unter den Slaloms sicher zu den Modellen, mit dem man sich am schnellsten in die Verhältnisse einfühlen kann.
Wahrscheinlich gehört der Red Star zu den besten Allroundern unter den Slalomski.
FAHRPLAN
Eigentlich braucht dieser Ski keine Gebrauchsanweisung, keine Anleitung. Er ist der Ski mit Namen PROBLEMLOS. Draufstellen, losfahren, loscarven. Vielleicht, aber vielleicht nur für die moderaten Carver könnte gelten: Lassen sie sich von diesem gutmütigem Ski nicht dazu verleiten, schlampig zu fahren. Halten Sie sich an die Carvingregeln des frühen und energischen Aufkantens und des kippenden Lagenwechsels. Suchen Sie auch immer wieder das Spiel von Flexen und Rebounden. Dann wird dieser Ski Sie immer wieder neu beglücken.
Kneissl Red Star - ein Ski mit dem Namen PROBLEMLOS.
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K2 Ladycarver "t-nine" von 2004 - Ein Ski PlusTest
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Walter Kuchler
Mein Exemplar: 150 oder 152 cm lang mit einem Radius von 12 Metern.
DIAGNOSE
Ich gebe zu, dass mich dieser Ski wegen seines Aussehens gereizt hat. Er war und ist ein Blümchenski mit einer guten Figur. Die Figur schien mir einem Slalomski verdächtig nahe zu sein. So war es dann auch.
Zunächst aber brachte mir das Ladydesign viele Kontakte. Beinahe an jedem zweiten Skilift wurde ich auf den Ski angesprochen - und fast immer von Männern. Nach einer halben Stunde konnte ich aber auch zu den Fahreigenschaften gute Auskünfte geben. So wurden zwei Tage auf einem Ladyski in Sölden und Obergurgl zu einem besonderen, zu einem kommunikativen Erlebnis.
Was ist zu den Fahreigenschaften zu sagen? Kurz: Der Ski carvt wie eine Slalomski. Zupackender Schwungansatz, guter Durchzug, Spurtreue und Vitalität.
Ich habe mich natürlich gefragt, ob der Ski so eine Art weiblicher Vitalität - wenn es so etwas gibt - zeigte. Und ich meinte, ich könnte so etwas herausspüren. Der Ski verband Spritzigkeit mit Weichheit, Frechheit mit Harmonie, Sportcharakter mit Ökonomie.
FAHRPLAN
Hoffentlich hat mich das Ladydesign nicht zu Projektionen verführt. Und wenn! Es waren zwei wunderbare Tage auf einem wunderbaren Ski.
Die Zeiten sind also vorbei, da man bei Ladycarvern fürchten musste, um das Carvingvergnügen und um sportliches Skifahren betrogen zu werden. Wenn man sich hier richtig umschaut, findet man gute und sehr gute Ski - für Frauen und für Männer. Soweit ich die Szene der Ladycarver von ihrem Anfang bis zum "t-nine" überblicken kann, ist dieser Ski uneingeschränkt mit Superlativen zu bedenken. Er hat vom Design wie von den Fahreigenschaften her gesehen auch das Zeug zu einem Evergreen.
Vorsicht Männer vor den Ladycarvern!
Sie können verführerisch sein!
Meist wahrscheinlich zu eurem Glück. -
Der RTC 138 von Sepp Bürcher - ein Ski PlusTest
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Walter Kuchler
DIAGNOSE
Dieser Carvingski mit der real technology verkörpert die "Wahrheit der Skilänge". In keinem Punkt wird der Skifahrer noch mehr belogen als bei der Auskunft und den Kampagnen über die Skilänge. Die alten Kader, die vor Jahrzehnten mit langen Ski ihre Erfolge und ihre Karriere begründeten, sitzen noch immer in den Gremien der Skiverbände und diktieren dort ihre Vorstellungen. Den Rennfahrern werden unter Vorwänden - beispielsweise der größeren Sicherheit - bestimmte Mindestlängen wie auch Radien vorgeschrieben, die diese gar nicht haben wollen. Das freie Spiel der Kräfte gilt im Sport nicht immer-
Aber dagegen steht RTC. Die Ski von Sepp Bürcher aus dem Wallis überzeugen Jeden, der sie ausprobiert und machen ihn nachdenklich. Diese Ski - ob 128 oder 138 oder 148 Zentimeter lang - zwingen jeden zu einem Offenbarungseid. Wer danach noch behauptet, dass längere Ski einen besseren Kurvenhalt oder eine höhere Kurvengeschwindigkeit erzielen, muss sich schon selbst ordentlich belügen.
Die RTCs stehen für die Wahrheit der richtigen Skilänge.
Ich bin überzeugt von diesem Skikonzept. Ich kann mit diesen Ski fast alles realisieren, wovon meine Carvingphantasie träumt: wunderbares Kurvengleiten, extreme Kurvenlagen, 360-er-Kurven, Hand- und Bodycarven. Dazu kommt verständlicherweise das leichte Handling, das ja immer schon allein mit der Kürze gegeben wird.
Ein kleiner Wermutstropfen für mich persönlich: Ich gehe gerne die Kurven über die Schaufeln an. Ich liebe den schnellen, autokinetischen Anschnitt. Hier spielen die RTC nicht ganz mit. Sie sind direkt auf mittige Skibelastung ausgelegt und bocken bei direkter Schaufelbelastung.
FAHRPLAN
Als Devise gilt hier: Einfach drauf losfahren. Man merkt schnell, wie die Ski gefahren werden wollen. Sie geben sehr direkte Rückmeldungen. Auch das ein positives Merkmal aller kurzen Ski.
Wie man mit dem Handicap einer holprigen Fahrt bei Schaufelbelastung zurecht kommen kann, ist mir nicht ganz klar. Ich möchte hier noch weiter probieren. Außerdem muss man ja nicht unbedingt über die Schaufel angreifen. Man kann auch der Fahrphilosophie des alten Rennfahrers Sepp Bürcher folgen: Ski mittig fahren.
Welche Länge - bzw. Kürze - sollte man wählen? Ich habe die Längen auch kurz durchprobiert und meine: Anfänger, Handicap-Fahrer, Senioren und moderate Gelegenheitsfahrer sollten zu 128-ern greifen. Sehr sportliche Fahrer sind mit 140 cm bestens bedient. Carvingfreaks könnten eigentlich mit den 138-ern liebäugeln.
Die RTCs mit den Längen 128, 138 und 148 bedienen alle Wünsche und Ambitionen.
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Fischers Jugendslalom -und ein Blick auf JugendSL von Atomic, Elan, Head, Rossignol und Salomon
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Walter Kuchler
Seit Jahren probiere ich Jugendslalomski aus. Sie sind preiswert und entsprechen meinen Vorstellungen, dass Carvingski kurz und stark tailliert sein müssen.
DIAGNOSE
Was sind Jugendslalomski?
Sie sind in der Regel fast Ebenbilder der ErwachsenenSL. Häufig ist die Bauweise identisch, nicht immer werden die gleichen teuren und hochwertigen Materialien eingesetzt, in allen Fällen werden Löngen zwischen 130 und 155 cm ausgewiesen.Meine Versuche
Ich habe die JugendSL von sechs Firmen durchexerziert. Mit allen war ich hochzufrieden. Besonders anfreunden konnte ich mich mit dem JugendSL von Fischer, weil er der Form nach und auch dem Fahrverhalten nach mit dem ErwachsenenSL identisch war. Wie viele SL war er präzise im Anschnitt und absolut spurtreu im Durchzug. Also ein Carver, der hohen autokinetischen Ansprüchen gerecht wird, dh. er carvt weitgehend von selbst, wenn man ihn nur lässt. Der große Vorteil aller JugendSL: das leichte, hervorragende Handling. Dazu aber mehr.Handling als der große Pluspunkt
Gemeinhin versteht man unter Handling den leichten Kanten- und den leichten Radiuswechsel. Aber man sollte auch die Handhabung des Flexens und den Gewinn des Rebounds dazurechnen, auch wenn man diese mehr als selbständige Eigenschaften besser erfassen kann. Aus der Sicht einer Fußsohlentechnik sind auch Pro- und Supinationen interessant.- Der Kantenwechsel. Zunächst hängt ein schneller Kantenwechsel direkt von der Skibreite ab, wie man an Crosscarvern oder Fat Boys leicht feststellen kann. JugendSL sind nun alle etwas schmaler - ohne dass damit ein größerer Radius erzwungen wird - und kommen einem raschen Kantenwechsel damit entgegen. Aber auch die Länge spielt eine Rolle.
- Der Radiuswechsel: Wie kann ich mit einem 11-m-Radius-Ski auch Schwünge mit 6 Meter oder 20 Meter Radius fahren? Der Wechsel eines vorgegebenen Radius verläuft immer über Variationen des Belastungswechsels vor-zurück und Belastung eines oder beider Ski, vor allem aber über den Aufkantwinkel und eventuelle zusätzlich Drehdrücke auf den Ski. Da gibt es also eine Menge beinahe feinmotorischer Aktionen. Auch hier gilt wieder, dass ein kurzer Ski leichter zu handhaben ist.
- Das aktive Flexen: Ganz sicher bin ich mir hier nicht. Aber ich denke, dass man sich bei Skilängen um 140-150 cm besonders leicht einfühlen kann, jedenfalls leichter als bei 100 oder bei 170 cm.
- Der Rebound: Jeder geflexte Ski kommt zurück, aber meist wird dieser "Rückprall" unterdrückt, gebremst oder verliert sich im Trubel der anderen Abläufe und wird nicht genutzt. Nach meinem Empfinden aber kann ich mich bei Skilängen um 140-150 cm leichter darauf einstellen und einfühlen.
- Für Außenskibelaster ist die erleichterte Pronation, für Skatecarver sind die Möglichkeiten des Kleinzehengriffs (der Supination) und allgemein die Chance der Beschleunigung über eine Fersensupination interessant.
FAHRPLANProblem Tiefschnee
Von 160 cm Skilänge abwärts schwindet die Eignung eines Ski für den Tiefschnee mehr und mehr. Man muss durch sorgfältige Belastungskontrolle der Längsachse jeden Schaufeldruck vermeiden. Mitte und Ski-Ende ständig mehr belasten. Einen kleinen Vorteil bietet allerdings die breite Schaufel, die den Ski aufschwimmen und auftauchen lässt. Beim Fischer SL kommt mir die breite Schaufel besonders hilfreich vor.Problem Schussfahrt
"Länge läuft!" Das gilt zwar nicht mehr für die Kurven- wohl aber noch immer für die Schussfahrt. Hier muss man eben aufpassen. Gleitregeln beachten. Den richtigen Belastungspunkt finden. Tänzelnden Ski durch leichtes, abwechselndes Aufkanten links-rechts wieder beruhigen. Mental sich in die Fahrtrichtung einstimmen, einfühlen, hineinstreben. Nicht nur Schneegleiten sondern auch das Gleiten durch die Luft trainieren.Empfehlungen
Personenkreis: Nach meinen Beobachtungen und Erfahrungen:können Personen bis 175 cm Körpergröße und 75 kg Körpergewicht gut JugendSL fahren.
Für Fahrer bis 160 cm Körpergröße und unter 65 kg Körpergewicht sind JugendSL geradezu ideal.Für welche Ambitionen?
Wollen Sie quicklebendig fahren - dann kurze JugendSL.
Wollen Sie sich in die modernen Möglichkeiten des Skatecarvens und der Fußsohlentechnik einarbeiten - dann kurze JugendSL.
Wollen Sie schon bei moderatem Tempo die Vorteile eines ausgereizten Carvingski genießen - dann kurze JugendSL.
Wollen Sie leichtes, einfaches Handling - dann JugendSL.
Wollen Sie die Sicherheitsvorteile eines kurzen Ski genießen - dann kurze JugendSL.
Wollen Sie die exzessiven Fahrformen von Hand- und Bodycarven sich aneignen - dann wiederum kurze JugendSL.Erfahren habe ich alle Vorteile dieses Skityps bei den JugendSL von Elan, Salomon, Rossignol, Atomic, Head und Fischer.
Verheiratet habe ich mich praktisch mit dem Fischer JugendSL. Warum? Wie gesagt, er ist fast vollkommen im Aussehen wie in der Fahrweise mit seinem großem Bruder identisch.
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Head XRC 800 in 156 cm Länge - Ein Ski PlusTest
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Karl Seemann
Der Ski liegt bei 12 m Radius bei 156 cm Länge und ist spürbar leichter als alle Ski dieser Typenreihe aber auch im Vergleich zu allen SLs und GSs von Head.
DIAGNOSE
Erste Schwünge auf der Piste mit 10 cm Neuschnee. Ich war begeistert. Aber geht da nicht jeder Ski gut? Abgewartet. Festgefahrene Piste. Immer noch gut. Misstrauisch. Hergeliehen. Beste Rückmeldung. So blieb es auch durch weitere Situationen und weitere Ausleihen. Mit diesem Ski ist mir offensichtlich ein besonders guter Ski, ein wunderbarer Allrounder in die Hände gefallen.
Du musst als Tester auch deine Tagesform und überhaupt die guten oder schlechten Umstände beachten und mit einbeziehen, sage ich mir immer wieder. So habe ich also den XRC fünf Tage hintereinander gefahren und dann immer wieder einmal. Mein Urteil blieb, bestätigte sich immer wieder: ein rundum guter Ski.
Ich kann mit diesem Ski sehr gelassen moderat carven, wenn es sein sollte auch einmal dahinschlampen. Aber auch: Verlange Griff im Steilhand. Er bringt's. Verlange Gutmütigkeit beim Hand- und Bodycarven. Auch diese Prüfung bestanden.
Als besonderen Vergleichsmaßstab zog ich bei verschiedenen Gelegenheiten noch den Ski von Head der gleichen Typenklasse heran, aber eben das teuerste und sportlichste Modell der Klasse. Mein fester Eindruck: Ich bleibe beim XRC 800. Das ist genau mein Fall.
Zusammengefasst:
Der Head XRC ist ein toller Allrounder. Große Breitbandigkeit vom Tiefschnee bis zur harten Piste, von moderater bis sportlicher Fahrweise, von einfachen bis zu exzessiven Techniken. Und immer das Begleitgefühl: Leicht. Ski leicht, alles leicht.FAHRPLAN
Ich denke, die Gewichtsfrage wird für viele Interessenten eine Rolle spielen. Beim Tragen der Ski ist das sehr angenehm. Ob es auch meine Fahrtechnik und meinen Energiehaushalt betrifft, wage ich nicht zu sagen.
An Head hätte ich die Frage, ob der Erhalt der Ersteigenschaften und die Lebensdauer durch die leichtere Konstruktion leiden.
Vielleicht sollte man bei diesem leichten Ski auch die Längenfrage besonders sorgsam abwägen. Ich war mit 156 cm sehr zufrieden, andere Längen konnte ich leider nicht testen.
Leichtere Ski werden kommen, hier ein exzellentes Probeexemplar!
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Head Supershape
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Hannes Forster
DIAGNOSE
Torsionfest, torsionsfest!
Mich überzeugt der Supershape den ich in 160cm fuhr, durch seine extreme Torsionfestigkeit, die sich bemerkbar macht, wenn man den Ski extrem auf der Kante in die Kurve zieht, so dass er absolut nicht abdriftet. Er hält seine Spur und zieht bei hohem Tempo seinen Radius konsequent. Selbst ein Snowboardlehrer unterschätzte den Ski beim Kurvenfahren, so dass ich von ihm regelrecht abgeschossen wurde. Er unterschätze mich und den Ski völlig.Getreu seinem Radius!
Der Ski beisst sich regelrecht in den gefahrenen Radius rein. Ein Traum für denjenigen, der dabei nicht erschrickt und den torsionsfesten Ski liebt.Mit Super-Rebound!
Ein weiteres Zukunftsmerkmal dieses Ski ist der Super-Rebound den ich sonst so noch bei keinem anderen Ski erlebt habe. Bei Schwungwechsel und Radienwechsel - mit viel Energie ausgeführt - kommt man sich wie beim Rodeoreiten vor.Der Ski könnte bezüglich dieser Eigenschaft genauso Super-Rodeo heissen.- Man muss hier dann konzentriert fahren, damit der Ski einen nicht abschmeißt. Wie es eben beim Rodeo eben ist.
Hier hat sicher das Liquidmetal seinen Einfluss auf die Dynamik und Leben des Ski.Supershape heißt: Ski ist torsionsfest, Ski ist radiustreu, Ski hat eine Super-Rebound.
FAHRPLAN
Für wen ich den Ski empfehle? Es ist der Ski für den Top-Carver, der eben gerne glühende Oberschenkel hat.
Was den Supershape angeht denke ich, dass die Geometrie dieses Ski noch lange Zukunft haben wird. Ebenso sollte es mit den Reboundeigenschaften sein.
Für den allgemeinen Gebrauch liegen in der Torsion mit den Eigenschaften vom Vorgänger IC 200 eher im Vorteil. Das heißt, vielleicht sollte sich HEAD Gedanken machen, den Ski in einer weiteren Version etwas weicher zu bauen.
Wie die Anfänger und schwächeren Fahrer mit dem Supershape zurecht kommen könnten, möchte ich in der neuen Saison testen und sehen, ob der Ski in der Anfängerschulung - sprich beim Umsteigen vom Supershortie auf den Supershape - funktioniert.
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KNEISSL "Black Star - White Star" (168 cm)
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Hannes Forster
Technische Daten
Maße: 113-68-96
Radius: 16 m
Bauweise: Sandwich Holzkern/Titanium Konstruktion
Strukturierte Mesh Oberfläche
ABS Seitenwangen
Bindung: Marker Glide 3.12 Ti ET (energy track System)
Kategorie: CrossDIAGNOSE
Meine Ausgangslage
Hab ich die richtige Länge gewählt? Ist dieser Ski wirklich ein Crosser oder nicht doch eher ein Slalom-Performence Modell?Der Test
Diesen Ski habe ich während der ganzen Saison immer wieder gefahren. Bei allen Bedingungen.Die ersten Fahrten waren auf dem Gletscher bei recht harten Pistenverhältnissen. Der Kantengriff war toll - "Na ja, der Ski ist neu", dachte ich. Doch die Kante hielt relativ lang und wurde während der ganzen Saison nur einmal auf der Maschine geschliffen.
Das Handling war das überzeugende Argument für diesen Ski. Leichte Kantenwechsel und ausgezeichnete Steuerqualität sowohl auf der Kante als auch beim Driften.
Meine bevorzugte Fahrweise mit lockerem Carven im mittleren Tempobereich und mit mittleren Radien macht er souverän mit. Wie schaut es aus, wenn ich Gas gebe? Die Radien verkürze und rasante Kurve fahren möchte? Auch hier geht der Ski problemlos mit. Hier entdecke ich sogar ein wenig die Charakteristik des Slalom-Performance Ski.
Im Gelände und vor allem in der Buckelpiste glänzt der Black Star mit seinem super Handling. Im Tiefschnee fehlt es etwas an Auftrieb. Deshalb denke ich, die Kategorie "Cross" ist falsch. Hier stößt dieser Ski an seine Grenzen.
Fazit
Der Black Star gehört zu den sportlichen Allroundski. Ein drehfreudiger und relativ laufruhiger Ski für die Piste. Ein Alleskönner mit sportlicher Seele der im Pistenbereich bei allen Bedingungen glänzt. Beweglich, griffig, breitbandig - mein Ski für alle Tage!FAHRPLAN
1. Mein Tipp für die richtige Skilänge:
Es gibt dieses Model in 4 Längen (148/158/168/178). Für mich ist der 168er ideal. Für kleinere und leichtere Fahrer wäre 158 cm zu empfehlen.2. Im Tiefschnee sollte der Ski sorgfältig gefahren werden. Auf den Auftrieb achten! Lassen Sie die Schaufel nicht abtauchen!
3. Ich möchte mich wiederholen:
Dieser Ski ist ein Alleskönner mit sportlicher Seele!
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SCOTT "Aztec" (185 cm)
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Siegfried Trenkle
Technische Daten
Maße: 120-80-108
Radius: 15,5 m
Bauweise: Sandwich Seitenwange mit Titanal Cap als Oberkante
Bindung: Scott S12ti (Salomon)
Kategorie: Allmountain / CrossDIAGNOSE
Meine Ausgangslage
Kann man mit einem Crossski auch auf der gewalzten Piste mit Carvingfeeling rechnen? Wie sieht es mit der Skilänge aus? Sind 185 cm zu lang?Der Test
Erste Fahrversuche im Frühjahr in relativ weichem, etwas sulzigem Schnee. Der Ski zieht souverän die von mir gewünschte Spur. Egal ob kurze oder mittlere Radien gefragt sind, der Ski gibt immer das Gefühl der Sicherheit. Auch wenn der Schnee tiefer wird der "Aztec" zieht drüber.Funktioniert das auch auf harter Piste? Test Anfang Juni am frühen Morgen bei bestens präparierter aber prügelharter Piste. Auch hier ein souveräne Vorstellung. Leichter Kantenwechsel, spielerisch zu fahren. Leichte Defizite nur bei langen Radien und hoher Geschwindigkeit. Hier wird der Ski trotz 185 cm Länge etwas unruhig.
Im Gelände und im Tiefschnee sprechen die Maße für den "Aztec". Sogar bei nicht idealen Schneebedingungen lässt sich der Ski problemlos fahren.
Fazit
Der "Aztec" ist eine "eierlegende Wollmilchsau". Auf der Piste ein Kurvenverhalten fast wie ein Slalomcarver und abseits der Piste spielerisches Handling. Der Ski für jeden Tag, egal wo man sich bewegt. Solides Fahrverhalten, idealer Carver und einmaliger Allrounder.FAHRPLAN
1. Die richtige Skilänge
Für die meisten Skifahrer wäre die 175 Version ideal. Es gibt ihn auch noch in 165 cm Länge.2. Ein Sportwagen mit Vierradantrieb. Nichts für Racer und Funcarver. Racer müssten mit diesen Ski alles geben. Funcarver sollten wenigstens eine kurze Länge wählen.
3. Der Ski für jeden Tag und für Leute, die mit einem Ski ein breites Spektrum abdecken wollen und auch das Fahren im Gelände nicht scheuen.
Der Ski für jeden Tag, egal wo man sich bewegt!
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Stöckli Spirit – PCA red
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Technischer BefundLänge: 150 cm
Maße: 116-67-99
Radius: 10,8 Meter
Bauweise: Sandwich /Fieberglas / Titanal / Holzkern
Belag: Racing Graphit / transparentem Insert / Swiss-Precision-Tuning
Platte /Standerhöhung: Tyrolia CP 13 SLR /13mm
Bindungssystem: Tyrolia Rental SP 13 FULL Diagonal / 21mm DIN 4-13
Meine Erwartungen
Hinter dem Namen Stöckli steht eine imponierende Sandwich-Tradition. Ski von dem Schweizer Skimarktführer machen mich stets neugierig, verbreiten eine innerliche Unruhe und Spannung. Unauffällig, ja fast langweilig stand der einfarbige, rote Spirit PCA in der Reihe. Interessiert begutachtete ich das Sortiment ....... übersah zunächst den roten Ski. Nach einem kurzem Gespräch wurden mir zum Test vier Stöckliski mitgegeben ....... darunter dieser so langweilig aussehende Spirit.DIAGNOSE
Mehr pflichtbewußt als interessiert ....... lag wohl am unauffälligem Dessin .... fuhr ich den Spirit als letzten der mir ausgehändigten Stöckliski. Angeschnallt, im weißem Schnee betrachtet, fiel mir nun auch die ausgeprägte Taillierung und die damit verbundenen charakterlichen Eigenschaften auf.
Die ersten Schwünge verliefen ruhig, einfach, ja mühelos. Trotzdem waren die besonderen Fahreigenschaften, die Einsatzmöglichkeiten dieses multifunktionellen Modells nicht zu übersehen. Sehr hohe Selbststeuerung, leichter Kantenwechsel, stabil und selbst bei höheren Geschwindigkeiten auffallend laufruhig. Ein Ski für kurze aber auch mittlere Radien. Fährt der Fahrer aggressiv, regiert er mit einer rasanter Beschleunigung, wird Tempomacher, zeigt dass er sportlichem Fahren gewachsen ist, sich aber auch für lockeres Gleiten und Carven eignet. Im freien Gelände schwimmt der Ski auf, gibt dem Fahrer Sicherheit, läßt sich mühelos steuern. In zerfahrener, aufgewühlter Piste, bei Sulz- oder im Weichschnee zeigt er seine Stärke in dem er diese Verhältnisse einfach ignoriert.Fazit
Der Stöckli Spirit / PCA ist ein super Allrounder – wie die Maße schon ahnen lassen - mit eindeutigen Slalomeigenschaften. Große Breitbandigkeit von der einfachen bis hin zur sportlicher Fahrweise. Unabhängig von einfachen bis hin zu exzessiven Techniken. Kommt meiner Fahrweise ...... dem Snowcarven entgegen ....... erinnert an den ehemaligen Funcarver ... dem Stöckli Raver. Mit diesem Ski kann ich äußerst moderat carven, ja sogar richtig dahinschlampen, er ist überaus fehlerverzeihend. Bringt den nötigen Griff im Steilhang. Beim Hand- und Bodycarven zeigt er die Fähigkeiten eines Funcarver . . . ein Alleskönner für Skifahrer die mit einem Ski ein großes Spektrum abdecken wollen, unabhängig der Pistenbeschaffenheit und des Geländes. Ein großer Gewinn in meinem derzeitigem Stöcklibestand. -
Fischer RX Hot Fire (Modell 2007)
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Ulli Leifels, April 2008
Ein fabelhafter Ski, der mit seiner Schaufelbreite von 123 mm schon zu Beginn der Schwungauslösung ganz radikale Kurvenlagen verspricht und auch hält. Zudem besticht er mit einer ausgeprägten, gut zu beherrschenden Autokinetik.
Der Flowtex Bindungsträger weist eine gute Standerhöhung aus.
Die freie Durchbiegung des Skis erlaubt es der Fahrerin/dem Fahrer während der gesamten Kurve einen ständigen Kontakt zur Piste zu halten.
Die Spurbilder, die dieser Ski in den Schnee zaubert, sind phänomenal.
Auch bei hoher Geschwindigkeit zeigt er sich überaus laufruhig und tempohart.
Fazit: Ein überragender Ski, der ungemein einfach und genussvoll zu nutzen ist.
Völlig unverständlich ist für mich, dass dieses Spaßgerät nicht weiter (auch nicht modifiziert) gebaut wird. Schade! -
Blizzard SL Magnesium (Modell 2009)
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Ulli Leifels, April 2008
Die Skepsis war groß, sich nach Jahren mal wieder einem Blizzard anzuvertrauen.
Aber...der Blizzard SL Magnesium zeigt unwahrscheinlich gute Eigenschaften.
Er zeigt sich höchst explosiv, und verlangt einen Kurventhrill nach dem nächsten.
Wobei sich aber auch zeigt, dass kurze Radien von diesem Ski bevorzugt werden.
Nach kurzen Kantenwechseln zeigt er sich in Kurvenlagen sehr laufruhig und präzise.
Auch bei sehr hohen Geschwindigkeiten zeigt sich der Blizzard bei harten Pisten als sehr tempofest, laufruhig und kurvenstabil.Fazit: Die gefahrene Länge von 165 cm stand diesem Ski gut zu Gesicht.
Ein Ski, der vielen guten Skiläufern Spaß bereiten wird. Dieser Klientel wird es gelingen, bei hoher Geschwindigkeit, alles aus dem Ski heraus zu holen.
von Freitag, 14.12. – Sonntag, 16.12.2012in Langewiese (Sauerland) im Jugendgästehaus des TUS...